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Veranstaltungsserie: Nachtland

Nach dem Tod ihres Vaters räumen die Geschwister Nicola und Philipp den Dachboden des Elternhauses aus und stoßen zwischen allerhand Gerümpel, Erinnerungsstücken und Sperrmüll auf ein Gemälde. Alt­backen, mit verklärter Landschaft und schiefer Kirche, tun sie es zuerst als hässlichen Kitsch ab, bis ihnen die Signatur ins Auge fällt: A. Hitler. Haben sie es hier etwa mit einem echten Werk von Adolf Hitler zu tun? Wie viel der alte Schinken wohl wert ist? Und darf man das überhaupt verkaufen? Als klar wird, dass sie über 100.000 Euro erzielen könnten, lösen sich die anfänglichen moralischen Zweifel in Luft auf und eine blümerante Geschichte um Oma Gretes Nazi-Vergangenheit ist schnell konstruiert. Wäre da nicht Philipps jüdische Ehefrau Judith – ein heftiger Streit zwischen den Geschwistern und ihren Partner*innen entsteht, der immer mehr in antisemitische Vorurteile abrutscht.

Marius von Mayenburgs Stück ist eine bitterböse Komödie über das schwere Erbe der deutschen Vergangenheit, Erbschaftsstreitigkeiten und ein rein profitorientiertes Verständnis von Kunst.

Hinweis für alle Veranstaltungen:

Der Einladungstext wurde von den Veranstaltenden formuliert und spiegelt nicht zwangsläufig die Meinung des Wandelstadt Teams wider.

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Die Veranstaltungen finden auf Deutsch statt, falls nicht anders angegeben.

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